Copyright © 2017 SV Hussenhofen 1925 e.V. alle Rechte vorbehalten
Berichte
Spieltag 28, Sonntag, 19.5.2019, 15 Uhr: SV Lautern – SVH 1:2 (1:1) Eins vorweg, wir haben das Spiel nicht Dank des Schiris gewonnen, sondern trotz des Schiris. Selten habe ich einen Schwarzkittel so einseitig pfeifen sehen, wie in Lautern. So das musste jetzt mal gesagt werden, jetzt kann ich mich ganz meinen Gefühlen hingeben. JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA, MANN. OBERAFFENARSCHTITTENGEIL. Nach wer weiß wie vielen Anläufen hat es endlich geklappt. Rein rechnerisch könnte uns zwar Lautern noch abfangen, aber wenn wir das in den letzten beiden Spielen gegen Schechingen II und Heuchlingen II noch hergeben, dann werde ich in aller Öffentlichkeit (am Besten in der Bild-Zeitung) behaupten, dass ich während der Sintflut die zwischendurch eingesetzt hatte, eine großen weissen Fisch und einen Typen mit einem Holzfuß habe vorbeischwimmen sehen. Dann setze ich mich in aller Seelenruhe hin und warte auf‘s grüne Wägale. Ach ja, und ich werde jedem einzelnen unserer Spieler so dermaßen in den Arsch treten, dass sie schnurstracks bis zum Mond fliegen und die NASA in Zukunft mich für die Raketenstarts beauftragt. Das Spiel war nichts für Fußballästheten und für schwache Nerven schon gar nichts. Wäre ich an ein EKG angeschlossen gewesen, hätte es die ganze Zeit nur „TILT“ angezeigt und mein Arzt hätte zur Vorsorge schon mal einen Notarzt angerufen und für mich ein Spenderherz beantragt. Lautern begann, wie es zu erwarten war, stürmisch, konnte uns aber anfangs nicht gefährlich werden. Nach dieser Anfangsphase passierte längere Zeit jedoch nichts aufregendes mehr. Das Spiel spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab, beide Mannschaften tasteten sich ab und es gab wenig echte Höhepunkte. Die erste große Möglichkeit hatten dann wir, in der 26. Minute, als Hirsch einen Freistoß aus 25m schoss. Der Torwart reagierte jedoch glänzend und konnte gerade so noch zur Ecke klären. Wir haderten immer noch ein wenig mit unserem Pech als es einen Eckball für Lautern gab. Eckball, Kopfball, Tor. 1:0 für Lautern in der 31. Minute. Keiner fühlte sich für den Torschützen zuständig, obwohl der ganze Strafraum voll von Hussenhöfern stand und wir wurden dann auch prompt dafür bestraft. Kurz darauf öffnete der Himmel seine Schleussen und wir sahen unsere Felle, in der Sturzflut die herabkam, davonschwimmen. Wir mussten uns kurz sammeln, waren dann aber wacher als zuvor und übernahmen die Kontrolle über das Spiel, welche wir zuvor großzügig den Lauterern überlassen hatten. Erneut ein Freistoß von Hirsch sorgte dann für ekstatische Glücksgefühle bei unseren Anhängern. Zielte er davor noch halbhoch links, so stellte er sein Visier dieses Mal auf rechts unten ein und genau dort schlug der Ball dann auch ein. 1:1 und schon sah es in punkto Meisterschaft für uns wieder recht rosig aus. Bis zur Pause passierte dann nichts mehr und somit war man wieder an der Ausgangslage von vor dem Spiel angelangt. Der Anfang der zweiten Hälfte lief ähnlich wie der, der Ersten. Lautern übernahm das Ruder, wir warteten ab. Nach einer ¼ Stunde kamen wir immer besser ins Spiel und es folgte unsere beste Phase. Erst hatte Schwind, nach Vorarbeit von Boschmann, die Führung auf dem Fuß, verzog aber aus 11m rechts am Tor vorbei. Kaum eine Minute später bekam Musewald den Ball am 16er von Matty aufgelegt, doch seinen Schuss konnte der Schlussmann der Heimelf, mit einem Reflex, zur Ecke klären. Lautern hatte in dieser Phase Glück, dass sie nicht in Rückstand gerieten und merkten, dass sie wieder mehr tun mussten, was sie dann auch prompt taten. Wir gerieten mehr und mehr unter Druck und der Schiri sorgte mit einigen merkwürdigen Entscheidungen auch nicht gerade dazu, dass der Druck geringer wurde. Wir standen phasenweise unter Dauerbeschuss, doch Gottseidank zielten die Lauterer so schlecht wie der Schiri pfiff. Kam dann ein Ball doch einmal gefährlich aufs Tor, war Holbeck zur Stelle, der uns zwei-, dreimal mit seinen Paraden das Remis rettete. Lautern, war im Dauerangriff, was uns aber andererseits Konterchancen eröffnete. So auch in der 87. Minute, als Munz nach einem Konter den Ball ganz knapp am rechten Pfosten vorbeischob. Der Schiri zeigte noch fünf Minuten Spielzeit an und wir hechelten der Ziellinie entgegen. Wer jetzt dachte der Schiri hätte sich in den vergangenen 90 Minuten ausgetobt, der sah sich getäuscht. Die Pfiffe des Schiris wurden immer seltsamer, eigentlich hätte er sich gleich ein Trikot von Lautern anziehen können und als er uns in der 92. Minute einen Vorteil abpfiff, verlor Yükselen kurzzeitig seine Contenance und bekam dafür die gelbrote Karte serviert. Auch Holbeck bekam noch eine Karte gezeigt, weil er sich angeblich beim Abschlag zu viel Zeit ließ und prompt kamen nochmal, warum auch immer, drei Minuten obendrauf. Wir kamen auf den Felgen daher, auf der letzten Rille, pfiffen, wie der Unparteiische, aus dem letzten Loch, waren stehend K.O. und sehnten den Schlusspfiff herbei. Hätte man jetzt eine Umfrage gestartet, wir wären mit dem Unentschieden vollkommen zufrieden gewesen. Wir waren eigentlich nur noch am Verteidigen und schon länger im Überlebensmodus, aber dann kam das Geburtstagskind und machte sich selbst das größte Geschenk. Ballverlust Lautern, Ball nach vorne, quer auf Balaban, der zieht in den Strafraum und versenkt ihn mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:2 im Tor. War der Jubel nach dem 1:1 schon ekstatisch, so war er nun orgiastisch. Den Zuschauern und den Spielern ging beinahe (oder tatsächlich) einer ab und es wurden, eben noch, ungeahnte Kraftreserven freigesetzt. Alle stürmten auf Samet zu und begruben ihn unter sich und auch für die Fans gab es nun kein Halten mehr. Als wären 800kg Lebendgewicht auf Balaban nicht schon genug, so kamen noch diverse Fan-Kilos mit obendrauf. Irgendwie gelang es unseren Jungs, auch der Torschütze kam relativ unbeschadet aus dem Menschenberg heraus, sich nochmal auf die Füße zu stellen um sich dem letzten Angriff der Heimelf zu stellen. Ball erobert, Ball weggeschlagen, bester Pfiff des Spiels, der Rest war grenzenloser Jubel. Die Lauterer Spieler sanken zu Boden, wie Marionetten denen man die Fäden durchgeschnitten hatte, wir dagegen, kurz zuvor noch aus dem letzten Loch pfeifend, sprangen auf einmal wieder herum wie der Duracell Hase. Auch ich war aufgedreht ohne Ende und nachdem ich alle Spieler geherzt hatte, ich hätte auch die Regenwürmer im Boden umarmt, wenn es hätte sein müssen, aber ihnen war das Getrampel über ihren Köpfen wahrscheinlich suspekt und zogen ihre Köpfe ein und machte ich mich auf den Weg nach Hause, um dieses Heldenepos zu schreiben. Denn Helden sind sie alle. Ohne Ausnahme!!! Glückwunsch an Coach Matty und alle Jungs für eine geile Saison!!! Ach ja, ein Danke doch noch an den Schiri, für die eigentlich vollkommen unnötige Nachspielzeit. War dann doch nicht so schlecht. Kompliment aber auch an Lautern, die ebenso wie wir alles gegeben haben und uns zwischenzeitlich sogar am Rande einer Niederlage hatten. Wir haben uns über die gesamte Saison über, ein Kopf an Kopf Rennen geliefert und keiner gab auch nur eine Handbreit nach. Wie gut Lautern unterwegs war, zeigt die Tatsache, dass dies heute ihr erstes Spiel war, welches sie, in dieser Spielzeit, verloren haben. Von klar die beste Mannschaft in dieser Saison kann also keine Rede sein, am Ende waren wir einfach die glücklichere, von zwei eigentlich gleich starken Mannschaften. Danke an Lautern für diesen spannenden Zweikampf, welcher beinahe ein Fotofinish war. Nächstes Jahr dürft ihr dann! Danke auch an den „12. Mann“, der normalerweise für die Normannia trommelt, heute aber in Lautern seine Banner kurzerhand in SVH-Banner umgewandelt hat und uns mit seiner Trommel, Ratsche und Stimme, 90 Minuten, angetrieben hat. Respekt. Meine Stimme war schon von den fünf Minuten Geschrei nach dem Spiel heiser. Und Recht hatte er auch. Ohne Hirsch geht nichts. ;-) Aufstellung: Scheißegal, heute sind alle Sieger! Tore: 1:1 Johannes „Oh Käpt’n mein Käpt’n“ Hirsch (37), Samet „Ballaboom“ Balaban (98). Reserve: SVL – SVH 2:2. Tore Stefan Seitzer. Ehrenrunde: Sonntag, 26.5.2019, 15 Uhr: SVH – FC Schechingen II. (AB)
2014/2015 2015/2016 2016/2017 2017/2018 2018/2019 Spieltag 1-28
22  -   3   -   1