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Berichte
Spieltag 5, Sonntag, 13.9.2020, 15 Uhr: SVH – FC Schechingen 2:1 (0:1) So, genug Ellenbogen geleckt, jetzt geht’s los. Hart erkämpfter, aber verdienter Sieg, in einem eher schwachen Kreisliga A- Spiel. Dank einer Energieleistung in der zweiten Halbzeit, fuhren wir den nächsten Dreier ein. Trotz des Sieges muss man aber deutlich sagen, dass wir uns immer erst selber in Bedrängnis bringen, ehe wir dann aufwachen. Wir machen es dem Gegner viel zu einfach. Er muss eigentlich nichts weiter tun, als zu warten bis wir einen Fehler machen und dann nur noch abschließen. Das muss abgestellt werden. Auch wenn ich, nach dem heutigen Spiel, wie der einsame Rufer in der Wüste dastehe, irgendwann geht der Schuss gewaltig nach hinten los. Da wir vorne derzeit auch nicht gerade die Effizientesten sind, kann uns ein Fehler im Spiel schon das Genick brechen. Zum Glück aber nicht heute. Beide Mannschaften tasteten sich zu Beginn erst mal ab. Das Abtasten fand dann ein jähes Ende, als uns ein Querpass vor dem eigenen Strafraum, in der 9. Minute, zum Verhängnis wurde. Der Ball wurde einem Schechinger in den Lauf gespielt, es folgte eine Flanke, ein Kopfball und ein Tor. Schon wieder gerieten wir durch einen Schnitzer früh in Rückstand und mussten nun, bei brütender Hitze, doppelt Gas geben. Was aber erstmal nicht so gut funktionierte, denn in der 17. Minute hatten die Gäste die Riesenchance auf 0:2 zu erhöhen, der Kopfball ging aber zum Glück knapp am Tor vorbei. Wir erwachten dadurch aus unserer Lethargie und fingen unsererseits endlich an so etwas wie Fußball zu spielen. Und prompt eröffneten sich dadurch auf einmal Chancen für uns. 22. Minute Flanke Coach, Schuss Balaban, drüber. Die nächste Gelegenheit eröffnete sich uns in der 33. Minute, als Yükselen den Ball, nach toller Vorarbeit von Balaban, aus aussichtsreicher Position übers Tor setzte. Vor der Pause passierte dann auf beiden Seiten nicht mehr viel und so bat der, gut leitende Schiri, beide Mannschaften zum Pausentee. Keine Ahnung was bei den Schechingern drin war, muss wohl Baldrian oder etwas ähnlich Beruhigendes gewesen sein, denn bis auf eine Szene in der 62. Minute, als sie den Ball an die Latte setzten, war von ihnen nicht mehr viel zu sehen. Anders bei uns. Irgendjemand muss da Raketentreibstoff oder so reingetan haben, denn spätestens nach dem Lattentreffer standen bei uns die Anzeichen auf Sturm. Als dann noch Pröll und Barth eingewechselt wurden, wurde aus dem bis dahin lauen Lüftchen ein wahrer Wirbelwind. Angetrieben von Balaban, der irgendwie überall zu finden war, rollte ein Angriff nach dem anderen Richtung Gästetor. Und plötzlich hatten wir Torchancen en Masse. 67. Minute: Barth durch, scheitert an Torwart, Nachschuss Pröll, verstolpert. 68. Minute: Schuss Balaban, Torwart rettet in höchster Not. Dann die 69. Minute: Ball im Mittelfeld abgefangen, Musewald spielt nach rechts auf Balaban, der spielt mustergültig in die Mitte auf Pröll, der dann keine Mühe hat den Ball aus zwei Metern im Tor unterzubringen. Schechingen wirkte zu diesem Zeitpunkt plan- und hilflos und wir nutzten diese Phase gnadenlos aus. Hirsch lang auf Pröll, der setzt sich im Strafraum gegen zwei Verteidiger durch, spielt den Ball zurück auf Seemann, welcher ihn rechts unten versenkt. Die verdiente Führung, da wir in der zweiten Hälfte deutlich mehr vom Spiel hatten und den Gästen keine Möglichkeit zum Luftholen ließen. Schechingen lief nur noch neben- oder hinterher und trotz des Rückstands sah man bei ihnen kein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage. Anders als noch zu Beginn des Spiels verwalteten wir die Führung sicher und leisteten uns (fast) keinen Aussetzer mehr. Das Spiel war eigentlich zu Ende, als es doch noch einmal brenzlig wurde. Aus dem Nichts kam eine Flanke in unseren Strafraum gesegelt und der Ball landete nach einem Kopfball am Pfosten. Kollektives Durchschnaufen bei den SVH-Fans, die alle kurz in Schnappatmung verfielen. Hoffentlich machen die sowas nicht mehr so oft, denn ich habe keine Lust zu jedem Spiel eine Flasche Doppelherz mitzuschleppen. Hervorzuheben ist, dass man in der zweiten Halbzeit sah, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Auch nach dem Ausgleichstreffer steckten wir nicht zurück und spielten weiter nach vorne und wurden dafür belohnt. Ein verdienter, aber ein verdammt hart verdienter Sieg. So muss es sich anfühlen, wenn man versucht aus einem Stein einen Tropfen Wasser zu quetschen. Auch wenn ich jetzt wie ein Spielverderber dastehen werde, aber es ist trotzdem nicht alles Gold was glänzt. Unsere Chancenverwertung, also das Verhältnis von Treffern zu Chancen ist ungefähr wie ein Hobbitbau zum Empire State Building. Ok, das ist übertrieben, aber eine gewisse Abschlussschwäche lässt sich nicht verleugnen. Stellen wir die ab, könnten wir hinten öffentlich den Tag des offenen Tors einläuten und wir wurden trotzdem gewinnen. Nichtsdestotrotz ein starkes Spiel unserer Mannschaft die wieder einmal gezeigt hat, dass sie sich vor keinem Gegner in der Liga verstecken muss. Wir haben den Schechingern, die in den letzten zwei Spielen zehn Tore geschossen haben, den Zahn gezogen und uns nach der dämlichen Niederlage in Weiler eindrucksvoll zurückgemeldet. Weiter so. Tore: 1:1 Pröll (70), 2:1 Seemann (75). Aufstellung: Holbeck, Hirsch, Schwind, Schwierz, Semmo, Musewald, Yükselen, Balaban, Mattyasovszki, Schmid, Seemann, Pröll L., Barth, Yilmaz, Dimoski S., Dimoski L., Pröll F. Vorschau: Donnerstag, 17.9.2020, 18.30 Uhr: SVH – FC Stern Mögglingen. Sonntag, 20.9.2020, 15 Uhr: TSV Heubach – SVH. (AB)
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