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Berichte
Spieltag 32, Sonntag, 22.5.2022, 15 Uhr: SVH – TSGV Waldstetten II 3:0 (2:0) Die Richtigstellung: Mir ist beim letzten Bericht ein kleiner Fehler unterlaufen, deshalb muss ich zuerst etwas richtigstellen. Nicht Sütcü war der Schütze des Anschlusstreffers zum 3:2, sondern Dennis Barth. Er hatte wohl seine Rübe noch am Ball und hat ihm so den finalen Touch verpasst. Hätte ich doch glatt der Frucht meiner Lenden ein Tor unterschlagen. Geht gar nicht. Das Wetter: Trocken, furztrocken, staubtrocken… wie schnell man sich doch wieder nach Wolken sehnt, wenn man mal 10 Minuten in der prallen Sonne gestanden hat. Da beneidet man jeden Kaiserpinguin um dessen klimatische Bedingungen und wünschte sich statt Kaiserwetter, Kaiserpinguinwetter herbei. Wen man bestimmt nicht beneidete, sind die 22 Spieler, die, während Rest-Deutschland unter einem Sonnenschirm auf einem Gartenfest oder im Biergarten sitzt, wie Bekloppte einem Ball hinterherlaufen und sich die Gehirnzellen braten lassen. Die gute Nachricht, alle haben es ohne bleibende Gehirnschäden überstanden. Das Spiel: wir standen mit dem letzten Aufgebot auf dem Platz (mit Hirsch, Schwind, L. Pröll, D. Barth, Schwind und Calabrese fehlten sechs Stammkräfte) und mir schwante, aufgrund der Eindrücke der letzten Spiele, Böses, aber meistens, wenn man nicht allzu viel erwartet, wird man positiv überrascht. Der Anfang verlief schleppend. Waldstetten igelte sich in der eigenen Hälfte ein und sie überließen es uns das Spiel zu machen. Da wir das ja so gut können, vor allem wenn unsere Gegner so tief stehen wie heute, gestaltete sich das Ganze etwas zäh und war nicht gerade schön anzusehen. In der 14. Minute hatten wie unsere erste gute Chance, als Balaban einen Freistoß an die Latte setzte, aber das war es dann auch für längere Zeit. Wir versuchten zwar das Ganze spielerisch zu lösen, doch gegen das vielfüßige Bollwerk, das die Gäste in ihrer Hälfte errichteten und die chinesische Mauer wie eine Aneinanderreihung von Scheunentoren aussehen ließ, hatten wir keine zündenden Ideen. Als die Zuschauer sich mental schon auf die Halbzeit einstellten, hatten wir jedoch kurz nacheinander zwei Geistesblitze die im Waldstetter Tor einschlugen wie, nun ja, wie der Blitz eben. In der 43. Minute setzte sich Marius Schwarzkopf auf der linken Seite durch und dessen butterweiche Flanke setzte Balaban mit dem Kopf in die Maschen. Mit dem Kopf! Ich dachte ich hätte schon alles gesehen, aber ich musste mich doch eines Besseren belehren lassen. Er schilderte das Tor dann später auf seine Weise, indem er behauptete er wäre bereits am 16er abgesprungen und dann, nach seinem Kopfballtreffer, am 5er aufgekommen, ich dagegen war eher der Meinung, dass ich am 5er kurzzeitig eine Leiter hab stehen sehen die er erklommen hat. Ein Fallrückzieher, wie er zuerst behauptete war es allerdings definitiv nicht, da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Kurz darauf folgte der zweite Geistesblitz als, ich meine, Yükselen den Ball auf Franz durchsteckte, der ihn dann flach rechts unten im Tor versenkte. Auch in der zweiten Hälfte hatten wir deutlich mehr vom Spiel. Die Gäste kamen zwar ab und zu auch vor unser Tor und ein-, zweimal auch recht gefährlich, aber Holbeck hatte alles im Griff und fischte alles weg, was auf sein Gehäuse kam. Wir waren auch im zweiten Abschnitt weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, glänzen konnten wir aber trotzdem nicht, teils weil die Sonne alles überstrahlte, teils weil wir einfach zu wenig dafür taten. Wir mussten aber auch nicht. Es wurde nun munter durchgewechselt, Peter Schwarzkopf kam für Balaban, der für seine Lahmarschigkeit beim Verlassen des Platzes noch die gelbe Karte sah und Felix Pröll, unser Ersatzkeeper, kam als Stürmer für den Torschützen zum 2:0, F. Barth, auf den Platz. Kurze Zeit später schnupperte Matty auch mal wieder Platzluft und damit war zwar unser Kontingent an Auswechselmöglichkeiten noch nicht erschöpft, dafür aber unser Kontingent an Auswechselspielern. Auf der Zielgeraden erhöhten wir dann noch auf 3:0, was jetzt eigentlich, zu diesem Zeitpunkt, in diesem Spiel, nicht weiter erwähnenswert gewesen wäre, hätten wir nicht einen Tordebütanten zu feiern. Peter Schwarzkopf, unser Spieler aus der A-Jugend, setzte den Ball in der 90. Minute zum 3:0 ins Tor und zeigte seinem älteren Bruder wo der Ball normalerweise hinmuss (sorry Marius, ich konnte einfach nicht widerstehen 12). Verdienter Sieg in einem mäßigen Spiel, aber im Gegensatz zu den Spielen davor, war es heute für uns ein Quantensprung. Ein Duell haben wir noch vor der Brust, am letzten Spieltag geht’s für uns zu den bereits abgestiegenen Lindachern und auch dort wollen wir nochmal drei Punkte einfahren um unseren guten Platz zu behaupten. Der Debütant: jemand der etwas zum ersten Mal (durch)macht. Bei Peter war es heute die Entjungferung. Natürlich im Sinne „erstes Tor- Entjungferung in der Ersten“, sein Privatleben geht mich nichts an, das muss er selber managen. Die Tiere: Kaiserpinguin, der: Vogel mit großem Schnabel und Frack. Bitte nicht mit dem fracktragenden Kaiser Franz Beckenbauer verwechseln, der auch öfter mal eine große Klappe hat. Die Tore: 1:0 Balaboom (43), 2:0 Franz Barth (45+4), 3:0 Peter Schwarzkopf (90). Last men standing (die Mannschaft): Holbeck, Musewald, Sommer, M. Schwarzkopf, Seemann, Balaban, Yükselen, Nagel, F. Barth, Schmid, Sütcü, P. Schwarzkopf, F. Pröll, Matty. Die Vorschau: letzter Spieltag: Sonntag, 11.6.2022, 15 Uhr: TV Lindach – SVH. (AB)
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