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Berichte
Spieltag 14, Sonntag, 17. 11. 2019, 14.30 Uhr: SVH -TSB 1:4 (0:0) Als ob ich‘s geahnt hätte. Schlauchboot habe ich zwar bei weitem nicht gebraucht, so schlimm war’s dann doch nicht, aber nass war’s trotzdem. So ging ich eingepackt wie auf einer Polarexpedition auf den Sportplatz, nur um festzustellen, dass es ja eigentlich gar nicht so kalt war. Vom Nieseln und vom Spiel unserer Mannschaft mal abgesehen und wenn man für den TSB war, war es eigentlich ganz ok. Also stand ich, so wie immer, an der Stange und schaute dem Treiben auf dem Platz zu. Was ich da sah wollte mir aber nicht so recht gefallen, sollte ich mich daher, aufgrund des Spielverlaufs, im Verlauf dieses Berichts dazu hinreißen lassen eine etwas kinderunfreie Tonart anzuschlagen, so bitte ich dies zu entschuldigen. Ich bemühe mich die Grenze von Scheiße nicht zu überschreiten, aber das dürfte ja in der hiesigen Zeit, in der ein Beerenlikör sogar das Wort „Ficken“ salonfähig gemacht und dessen ursprüngliche Bedeutung ad absurdum geführt hat, kein Problem sein. Also nochmal zur Verdeutlichung: Das Spiel unserer Mannschaft war Scheiße! Deshalb wäre es mir fast am Liebsten, ich könnte über das Spiel die Zeltplane des Schweigens legen. Zeltplane deshalb, weil ein einfacher Mantel schlicht nicht genügen würde um den Scheiß zu verdecken den wir gespielt haben. Da ich aber meiner Informationspflicht gegenüber den geneigten Lesern, die, Ihr Glücklichen, zu Hause geblieben waren und deshalb diesen fußballerischen Leckerbissen verpasst haben, nachkommen will, quäle ich mich halt nochmals mit dem Spiel herum und berichte. Die erste Hälfte war noch ausgeglichen schlecht von beiden Teams. Jede Seite konnte genau eine Chance verbuchen und so ging es, gerechterweise, mit 0:0 in die Kabine. Ach so, die Chancen. Balaban, Bogenlampe aus 20m, Torwart klärt zur Ecke. TSB rechts außen durch, Pass nach innen, Spieler vergibt freistehend vor leerem Tor. So, das war die erste Halbzeit. Über die Zweite würde ich am liebsten gar nichts schreiben, doch da sind leider die Tore gefallen, also mach ich mal. Kaum aus der Kabine gekommen, stand es auf einmal 0:1. Unsere bekannten, berühmt berüchtigten Minuten nach der Pause. Wir griffen den ballführenden Spieler nicht konsequent an und so kam es, dass der Ball schließlich zu Krieger kam, der ihn unhaltbar im Tor versenkte. Klar, es war ein schöner Spielzug der Gäste, aber warum wir nur andächtig danebenstanden und zuschauten, erschließt sich mir nicht wirklich. Wir hatten uns, nach dem Gegentreffer noch nicht mal wieder richtig sortiert, da klingelte es bereits zum zweiten Mal. Wieder griffen wir nicht an, wieder schoss ein TSBler und wieder war der Ball drin. Mit dem Spitzkäpple schoss Sissoko aus 20m in die linke untere Ecke, das sieht man auch nicht alle Tage, dachte ich doch dass der Spitzkappschuss längst ausgestorben ist. Und wäre das nicht schon genug der guten Dinge gewesen, gab es in der 59. Minute auch noch Elfmeter gegen uns, nachdem wir wieder, ratet mal, richtig, nicht richtig angegriffen hatten. Die Gäste hatten jedoch Mitleid und vergaben den Strafstoß, womit wir, noch, im Spiel blieben. Und nur fünf Minuten später sah es sogar noch besser aus. Schmid bekam im 16er der Gäste den Ball, verlor ihn zwar auch gleich wieder, dafür bekam ihn dann Musewald vor die Füße, der nicht lange fackelte und aus 16m den Anschlusstreffer erzielte. Wir witterten kurzzeitig wieder Morgenluft, und wir hatten kurz darauf die Riesenchance zum Ausgleich auf dem Fuß, doch Nagel verpasste, was sich im Nachhinein als fatal erweisen sollte, nach feiner Vorarbeit von Pröll, dessen Hereingabe. Fatal deshalb, weil der folgende Gegenzug uns dann endgültig den Stecker zog. Der TSB spiele schnell nach vorne, Abwehr hatten wir zu diesem Zeitpunkt eh keine mehr, Sissoko bekam den Ball und spitzelte ihn Holbeck quasi aus den Händen, zum 1:3, ins Tor. Der Fisch war endgültig geputzt, die Messe war gesungen, die dicke Frau hat gesungen, sucht‘s euch aus, für uns war das Spiel jedenfalls gelaufen. Und da wir die Gäste noch nicht genügend beim Tore schießen begleitet hatten, ließen wir sie durch Gül auch noch das 1:4 erzielen. Richtig, auch da hatten wir nicht richtig angegriffen, was aber zu diesem Zeitpunkt eh voll egal war. Gewehrt haben wir uns, spätestens nach dem 1:3 (teilweise auch schon davor) sowieso nicht mehr und hätten wir am Mittelkreis einen Spielerkreis gebildet und hätten von da aus zugeschaut, hätte das auch keinen Unterschied mehr gemacht. Es war, alles in allem, ein desolates Spiel unserer Mannschaft. Die Abwehr stand, um es vorsichtig auszudrücken, beschissen, das Mittelfeld stand, um es vorsichtig auszudrücken, beschissen und der Sturm war aufgrund Ballmangels, beschissen dran und daher nicht vorhanden. Pröll brachte nach seiner Abwechslung zwar noch mal frischen Wind in unser laues Lüftchen, aber der Wind flaute genauso schnell wieder ab, wie er gekommen war. Wir vergessen das Spiel lieber schnell wieder, wir sind trotz der Niederlage noch immer im Soll und schauen zuversichtlich und hoffnungsvoll nach Bargau zum nächsten Spiel und ich bin mir sicher, dass wir dort nicht wieder so einen Scheiß spielen werden wie heute. War einfach nicht unser Tag. Kopf hoch, Mund abputzen, weitermachen. Aufstellung: Holbeck, Sommer, Hirsch, Dimoski, Dück, Yükselen, Nagel, Balaban, Musewald, Munz, Schmid, Barth, Pröll, Matty. Tor: 1:2 Musewald (65). Vorschau: Samstag, 23.11.2019, 12.30 Uhr: FC Germania Bargau II – SVH. Reserve spielfrei. (AB)
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