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Berichte
Spieltag 12, Sonntag, 25.10.2020, 15 Uhr: SVH – TV Lindach 1:0 (1:0) Vorweg etwas, dass nichts mit Fußball und dem Virus zu tun hat und besonders dem Coach, Kristof Mattyasovszky, ein ehrliches Bedürfnis ist. Vergangenen Mittwoch traf ein Mitglied des FC Bargau und einem guten Bekannten unseres Coaches, ein tragischer Schicksalsschlag. Nach kurzer aber heftiger Krankheit, verstarb am Mittwoch die Frau von Roman Hübl, einem Bargauer Vereinsverantwortlichen. Der Vorstand, der Coach, die Mannschaft, kurz alle beim SV Hussenhofen sind vom Verlust des Sportkollegen, tief betroffen. Wir möchten der Familie Hübel hiermit versichern, dass auch wir in Hussenhofen, in dieser schweren Zeit, an sie denken. Wir wünschen der Familie Hübel Kraft und Stärke um diesen schweren Schicksalsschlag zu überwinden und möchten Ihnen, auf diesem Wege, unser herzlichstes Beileid aussprechen. Zum Spiel: Manchmal ist Fußball nicht der Nabel der Welt und tritt angesichts solcher Geschehnisse in den Hintergrund. Nichtsdestotrotz rollt der Ball weiter und ich werde weiter darüber berichten, so auch heute. Trotz aller Arschlochvirusbeschränkungen, die diese Woche beschlossen worden sind, wurde der Sport, im Allgemeinen, davon weitestgehend verschont. Es gab zumindest keine weiteren Einschränkungen. So dürfen also nach wie vor 500 Zuschauer den Spielen zuschauen, was uns zugutekommt, denn wir sind haarscharf an der Grenze des maximal erlaubten Zuschauerkontingents vorbeigeschrammt. Satte 50 Zuschauer besuchten unseren Sportplatz, was also nur eine 0 von der maximal erlaubten Fanschar entfernt ist. Puh, nochmal Glück gehabt. Ansonsten alles wie gehabt. Die Mannschaft ließ ihre Anhänger wieder mal bis zur letzten Minute zittern, ehe der Schiri endlich abpfiff. Ich hatte anfangs schon Angst, dass er die gelbe Karte von seinem zeigefreudigen Schwarzwälder Kollegen übernommen hat, aber nachdem er sie gleich zu Beginn zückte wie ein Pistolero, beruhigt sich seine Schusshand wieder und wir konnten das Spiel genießen. Oder auch nicht, wie man’s nimmt. Was zu Beginn noch aussah wie eine klare Angelegenheit, entwickelte sich mit fortlaufender Uhr zu einem wahren Krimi a la Tatort. Der Tatort in diesem Fall war, öfter als uns lieb sein konnte, unser Strafraum. Hätte Holbeck mit seinen Paraden die Lindacher nicht zur Verzweiflung getrieben, wären wir am Schluss die Verzweifelten gewesen. Es fing gut an. Minute Zwei, Pröll wird steil geschickt, zieht in den Strafraum und wird von den Füßen geholt. Elfmeter. Balaban trat an und trat ihn souverän rein. Wir waren am Drücker und die klar bessere Mannschaft und als Schmid in der 17. Minute alleine auf den Torwart der Gäste zulief schien das 2:0 so gut wie sicher. Sein Schuss war jedoch zu schwach und der Keeper hatte keine Mühe den Ball zu halten. Wie so oft kam dann ein Bruch in unser Spiel. Die Lindacher, die zuvor nur mitgelaufen waren, liefen uns nun ein ums andere Mal davon und es war allein Holbeck zu verdanken, dass wir kein Tor kassierten. 26. Minute, Freistoß für Lindach, Parade Holbeck, Eckball. Eckball, Kopfball, Pfosten. 32. Minute, wir bekommen im 16er den Ball nicht weg, Schuss, gerade noch abgeblockt. 38. Minute, Flanke von links in den Strafraum, ein Lindacher steht am rechten Pfosten völlig allein vor dem Tor, nimmt ihn direkt, doch erneut rettete Holbeck, der wie einst die Katze Zumdick geschmeidig durch seinen 5er segelte und mit einer Wahnsinnsparade zur Ecke klären konnte. Von uns kam zu dieser Zeit nicht einmal nichts und wir waren froh, als der Schiri endlich zur Pause pfiff, damit wir uns wieder sammeln konnten. In der zweiten Hälfte bot sich den Zuschauern dasselbe Bild. Lindach ging von Anfang an aggressiv auf unsere ballführenden Spieler und zwang uns erneut in die Defensive. Torchancen konnten sie sich aber zum Glück keine erspielen. Mitte der zweiten Halbzeit hatten wir uns wieder etwas gesammelt und konnten das Spiel wieder etwas offener gestalten. Als dann Nagel, in der 67. Minute in den Strafraum zog und den Ball auf Schmid passte, der mutterseelenallein vor dem Tor stand, hatten alle schon den Torschrei auf den Lippen, doch irgendwie landete der Ball statt im leeren Tor, an der Latte. Ich weiß nicht wie Schmid das hinbekommen hat, ich hatte nach dem Spiel einen kurzen Plausch mit ihm und er wusste es selber nicht, aber so wellig wie der Boden im Strafraum war, kann der Ball nur versprungen sein. Wir blieben am Drücker und in der 73. Minute war es der Lindacher Keeper, der nach einem Kopfball von Nagel das 2:0 verhinderte und zur Ecke klärte. Der Eckball fand den Kopf unseres Kopfballungeheuers Hirsch, der aus vollem Lauf den Ball knapp am Tor vorbeisetzte. Lindach musste kommen, wir bekamen dadurch Konterchancen, doch auf beiden Seiten kam nichts weiter dabei heraus. Lindach bemühte sich zwar und wir hatten noch die ein oder andere brenzlige Situation zu überstehen, doch trotz ihrer Zündelei ging unsere Abwehr nicht in Flammen auf und löschte die Brandherde so schnell wie sie entstanden. Barth schoss noch ein wunderschönes Tor, dass wegen Abseitsstellung leider nicht zählte und das wars dann. Glücklicher Sieg gegen aufopferungsvoll kämpfende Lindacher, die wenigstens einen Punkt verdient gehabt hätten, aber wenn man hinten drin steht läufts halt einfach nicht. Uns ists egal, wir stehen mit 22 Punkten auf dem 5. Platz und hervorragend da. Nächsten Sonntag kommt es zu einem echten Härtetest, denn wir sind in Straßdorf beim Tabellenzweiten zu Gast. Sollten wir da auch was holen, dann ist für uns schon im November Bescherung. Kein schönes Spiel, aber ein erfolgreiches. Und wie Schmid nach dem Spiel sagte, solange wir die Spiele gewinnen ist alles gut, auch wenn er zurzeit nicht so trifft wie er es gerne hätte. Aber keine Sorge, das kommt irgendwann wieder von allein und dann läufts auch bei ihm wieder. Achtung, ab sofort geänderte Anstosszeiten. 14.30 Uhr! Tor: 1:0 Balaban (2, FE) Aufstellung: Holbeck (1 mit *), Hirsch, Schwind, Schwierz, Matty, Musewald, Balaban, Yükselen, Nagel, Schmid, Pröll, Sommer, Dimoski S., Dimoski N., Bart, Pröll F. Vorschau: Sonntag, 1.11.2020, 14.30 Uhr: TV Straßdorf – SVH.
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